»Große Klappe- stumme Schreie« Szenencollage mit Musik und theaterpädagogischem Begleitangebot Theaterpädagogische Prävention von Jens Pallas und Anna Pallas |
![]() |
Eine Collage, die, indem sie die Gründe der Entstehung einer Gewaltspirale deutlich macht, unterschiedlichste Facetten von Gewalt diskutiert. Geschichten, in denen die Schüler sich wiederfinden, die auf- und berühren – Geschichten, deren Enden meist offen bleiben. Es geht um Gewalt gegen Menschen, verbal, physisch, psychisch. Emotionsstaus, die nach Entlastung suchen. Im Mittelpunkt steht dabei die Macht und Ohnmacht im Alltag - vor dem Hintergrund, dass kleine rasch zu großer Gewalt eskalieren kann. Die darauf folgenden Rollenspiele ermöglichen subjektive Perspektivwechsel, die nachempfinden lassen, wie das Opfer sich fühlt – und wie der Täter.
Vier Theaterpädagoginnen/Theaterpädagogen kommen in die Schule oder in das Jugendzentrum und führen „Große Klappe – stumme Schreie“ auf. Nach der Vorstellung teilen die Darstellerinnen/Darsteller die jugendlichen Zuschauerinnen/ Zuschauer in vier nach Geschlechtern getrennte Gruppen ein und arbeiten mit diesen Gruppen.
Gewalt an Schulen. Gegeben hat es sie seit jeher. Eines aber ist neu: sie gewinnt an Härte – und das schnell. Besonders die Jugendlichen ab 10 Jahren sind mit einer Vielzahl neuer, sich unablässig erweiternder Räume konfrontiert. Sie verlassen die gewohnte Umgebung - ihre Grundschule, ihr Wohngebiet. Form, Ordnung, Mitmenschen und Erwartungshaltungen haben sich geändert. Radikal geändert. Sie haben also – Stress. Sie leben in einer permanenten Anspannungssituation, die, kommt es zu Konflikten, der Konfrontation mit aggressivem Verhalten gar, leicht zu einer Überforderung wird. Es gilt, sich Verhaltensalternativen zu öffnen. Und dazu ist das Theaterspiel ideal - als Sensibilisierung und Impulsgeber. Die Schüler werden ermutigt, sich mit den Formen und Folgen von Gewalt auseinander zu setzen und (schau-)spielerisch zu erproben, Gewalt gewaltfrei zu bewältigen - mit Hilfe von Kompromissbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Selbst- bestimmung, Einfühlsamkeit und Rücksicht. Rollenspiel als Laborsituation, als Versuchsanordnung. Ein Programm, das kognitive mit emotionalen und sozialen Lernprozessen koppelt: Die Kinder und Jugendlichen lernen, sich und andere positiv zu beeinflussen, sich zu geben und zu nehmen, voneinander zu lernen, miteinander zu reifen, Bewährungsproben zu bestehen und sich mit Respekt und Würde mutig dem Alltag zu stellen.
Junge: "Scheiße, er ist entwischt!“
Zielgruppe: Aufführungsrahmen: Höchstzahl Klassen: Zeiterfordernis: Raumerfordernis: Preis: |